Arbeitsschwerpunkt „Analyse und Forschung“

Wissenschaftliche Begleitforschung
Um die Maßnahmen von City2Share auf ihre Wirksamkeit, Übertragbarkeit sowie Möglichkeiten zur Verstetigung zu untersuchen, führen das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) und die TU Dresden die wissenschaftliche Begleitforschung durch. Im Mittelpunkt stehen zum einen die Mobilitätsstationen und das Mobilitätsverhalten der Anwohnenden der Modellquartiere und zum anderen die Umsetzungsprozesse im Projekt sowie der Wissensaustausch zwischen den Projektpartnern und weiteren deutschen Kommunen. 

Mobilitätsstationen für eine multimodale Mobilität?
Eine der zentralen Fragen in City2Share zielt auf die Wirkungen neuer Mobilitätsangebote und  stationen in innerstädtischen Wohnquartieren ab. Mit einem Vorher-Nachher-Vergleich sollen Erkenntnisse über mögliche Auswirkungen der geplanten Maßnahmen auf das Mobilitäts- und Nutzungsverhalten der Anwohnenden in den Modellquartieren erlangt werden. Um hierfür die nötigen Vergleichsdaten zu generieren, führt das Difu Fokusgruppendiskussionen mit unterschiedlichen Zielgruppen (u.a. Ruheständler/-innen, Familienhaushalten, etc.) zu drei Zeitpunkten durch. Parallel dazu werden auch die MVG-Rad-Nutzenden durch die Münchener Verkehrsgesellschaft befragt, sowie eine umfangreiche Haushaltbefragung seitens der Stadt München durchgeführt. Auf Basis dieser Erhebungen und weiterer Verkehrsdaten werden mögliche Veränderungen im Mobilitätverhalten untersucht. 

Wissen für die Kommunen
City2Share bringt durch seinen Pilotcharakter wesentliche Erkenntnisse über neue Mobilitätsangebote hervor. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Difu ist die Aufbereitung und Analyse dieser Ergebnisse und die Organisation des Wissensaustauschs zu den Handlungsschwerpunkten von City2Share. Bei drei Städtenetzwerktreffen werden verschiedene Projektbestandteile mit 14 anderen deutschen Städten diskutiert. Ziel ist es, die Übertragbarkeit der Maßnahmen auf andere Kommunen zu untersuchen und die Erfahrungen der anderen Städte in den Umsetzungsprozess von City2Share einfließen zu lassen. Am Ende des Projekts wird ein übergreifender kommunaler Handlungsleitfaden entwickelt, um die Ergebnisse in strukturierter und handhabbarer Form zur Verfügung zu stellen.